Berufsintegrierend studieren
Du hast Lust auf eine Mischung aus Studium und Beruf? Dann ist ein berufsintegrierendes Studium genau das Richtige für dich. Es verbindet Theorie und Praxis, indem sich Theoriephasen an der Hochschule mit längeren Praxisphasen im Unternehmen abwechseln.
So läuft ein berufsintegrierendes Studium ab
Ein berufsbegleitendes Studium läuft parallel zur Berufstätigkeit: Du arbeitest weiter und studierst zusätzlich (z. B. abends, am Wochenende oder in Blockphasen). Der Studiengang muss hierbei nicht zwingend zu deinem aktuellen Job passen. Beim berufsintegrierenden Studium ist deine berufliche Tätigkeit hingegen fester Bestandteil des Studiums: Der Studiengang ist inhaltlich auf die Praxis im Unternehmen abgestimmt und verbindet Theorie an der Hochschule eng mit Praxisphasen im Betrieb, auch wenn die genaue Ausgestaltung je nach Hochschule und Studienprogramm variiert.
Grundsätzlich besteht ein berufsintegrierendes Studium aus zwei Bausteinen:
- Theoriephase an der Hochschule: Du besuchst Vorlesungen, Seminare und ggf. Projektmodule, in denen du wissenschaftliche Grundlagen und Fachwissen erwirbst.
- Praxisphase im Unternehmen: Du sammelst praktische Berufserfahrung und setzt das an der Hochschule Gelernte direkt in der Arbeitswelt um.
Die Tätigkeit im Unternehmen kann – abhängig vom Studienmodell – als Praktikum, Werkstudententätigkeit oder berufliche Anstellung organisiert sein. In vielen Fällen arbeiten Hochschulen und Unternehmen eng zusammen, um eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen und Studierende optimal auf den Beruf vorzubereiten. Damit eignet sich das berufsintegrierende Studium besonders für alle, die einModell ähnlich wie bei einem dualen Studium suchen, aber auf Hochschul- und Studiengangsebene mehr Varianten vorfinden möchten.
Vorteile eines berufsintegrierenden Studiums
Die Vorteile eines berufsintegrierenden Studiums liegen vor allem in der frühen Praxiserfahrung und dem direkten Bezug zum Arbeitsmarkt:
- Frühe Berufserfahrung: Du sammelst schon im Studium praktische Erfahrung im Unternehmen.
- Bessere Karriere- und Jobchancen: Praxiserfahrung verbessert deine Position auf dem Arbeitsmarkt.
- Theorie-Praxis-Transfer: Du wendest das an der Hochschule Gelernte direkt im Berufsalltag an.
- Praxisnahe Ausbildung: Du arbeitest an realen Aufgaben und Projekten im Unternehmen.
- Netzwerk aufbauen: Du knüpfst früh Kontakte im Unternehmen und erweiterst dein berufliches Netzwerk.
Herausforderungen eines berufsintegrierenden Studiums
Die Herausforderungen eines berufsintegrierenden Studiums solltest du realistisch einplanen: Die Kombination aus Studium und Praxisphase im Unternehmen führt oft zu einer deutlich höheren Belastung als in einem klassischen Studienmodell.
- Hohe Arbeitsbelastung: Parallel zu Vorlesungen, Seminaren und Prüfungen absolvierst du feste Praxisphasen im Unternehmen.
- Viel Disziplin und Zeitmanagement: Über einen längeren Zeitraum brauchst du konsequente Planung, Durchhaltevermögen und Selbstorganisation.
- Oft längere Studiendauer: Durch die integrierten Praxisanteile ist ein berufsintegrierendes Studium häufig länger als ein reguläres Studium.
- Weniger Freizeit & höhere Doppelbelastung: Studium, Arbeit und ggf. private Verpflichtungen müssen dauerhaft vereinbar sein.
Beliebte Studiengänge für ein berufsintegrierendes Studium
Welche Voraussetzungen muss ich für ein berufsintegrierendes Studium erfüllen?
Für die Zulassung zu einem berufsintegrierenden Studium brauchst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung. Dazu zählen z.B. Abitur, Fachhochschulreife oder eine vergleichbare Qualifikation. Zusätzlich können – je nach Hochschule und Studiengang – weitere Anforderungen gelten:
- Studiengangspezifische Voraussetzungen: z. B. ein bestimmter Notendurchschnitt (Numerus clausus / NC)
- Eignungsverfahren: teilweise Eignungstest, Auswahlgespräch oder Aufnahmeprüfung
- Praxisnachweis: ein bestehendes Arbeitsverhältnis oder ein Praktikumsplatz im Unternehmen, da die Praxisphasen im Unternehmen fester Bestandteil des Studienmodells sind
- Kooperation Hochschule–Unternehmen: viele Hochschulen unterstützen bei der Suche, da oft Partnerschaften mit Unternehmen bestehen
Wichtig: Informiere dich frühzeitig, welche Zeugnisse, Unterlagen und Referenzen für deinen Wunschstudiengang erforderlich sind. Manche Hochschulen verlangen außerdem:
- Sprachkenntnisse (z. B. Nachweis durch TOEFL oder IELTS)
- Berufserfahrung oder fachliche Vorkenntnisse, abhängig vom Studiengang und Schwerpunkt