Europa studieren, weltweite Chancen nutzen, Gesellschaft gestalten: Dein Studium an der Viadrina
Eine Person, die das internationale Setting jeden Tag erlebt, ist Nadiia. Sie ist 22 Jahre alt, kommt ursprünglich aus der Ukraine und studiert im siebten Semester an der Viadrina Kulturwissenschaften im Bachelor. Ihre Geschichte steht perfekt für die europäische Ausrichtung der Viadrina. Ursprünglich kam sie im Rahmen des Erasmus-Programms an die Universität, entschied sich dann aber aufgrund der akademischen Perspektiven, des interessanten Studienangebots und der inspirierenden Professor:innen für ein volles Studium in Frankfurt (Oder). Im Interview mit HeyStudium hat sie erklärt, welche Gründe für ein Studium an der Viadrina sprechen.
Warum Viadrina? Fünf Gründe für ein gesellschaftsrelevantes Studium an einer Europa-Universität in Frankfurt (Oder)
Gesamteuropäische Perspektive: Europa im Alltag
Bei Nadiia war das „Europa-Gefühl“ kein Aha-Moment nach ein paar Wochen, sondern etwas, das sie von Anfang an wahrgenommen hat. Eine offene Atmosphäre, viele Sprachen, viele Perspektiven. Entscheidend ist dabei weniger ein Label auf dem Studiengang, sondern der Uni-Alltag: In Diskussionen sitzen nicht nur deutsche Studierende, sondern Menschen aus sehr unterschiedlichen Ländern. Genau diese Mischung macht das Studium für sie spürbar europäisch und international.
Ein zweiter Punkt, der für sie den Unterschied zu „normalen“ Studienorten ausmacht, ist die deutsch-polnische Doppelstadt. Man studiert nicht nur in einer Stadt oder einem Land, sondern „gleichzeitig in zwei“. Der Wechsel zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice wird schnell Routine und die Grenze wirkt dabei weniger wie eine Trennlinie, sondern eher wie eine Verbindung. Ihr Beispiel ist sehr konkret: morgens ein Seminar auf der polnischen Seite, mittags mit Freundinnen in Słubice essen, später zurück nach Deutschland in die nächste Veranstaltung und am Ende des Tages gemeinsam in die Bibliothek. Dadurch erweitert sich der Alltag: Man erlebt zwei Kulturen parallel und sieht, wie sie sich im täglichen Leben überschneiden.
Dazu kommt: Nadiia nimmt die Viadrina als Ort wahr, der Studierende ermutigt, ins Ausland zu gehen und sich in neuen Kontexten auszuprobieren. Sie spricht von vielen Möglichkeiten und davon, dass in manchen Studiengängen ein Auslandssemester sogar verpflichtend sei. Sie selbst entschied sich für ein Auslandssemester in Spanien. Für sie trägt genau das zur Atmosphäre bei, in der man unterschiedlichen Lebensrealitäten begegnet.
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Internationales Netzwerk: Internationalität beginnt nicht erst mit dem Auslandssemester
Für Nadiia ist Internationalität an der Viadrina nichts, was erst „irgendwann später“ mit dem Auslandssemester startet. Sie sagt, ihr Studium sei von Anfang an international gewesen – allein schon, weil sie in Seminaren ständig mit internationalen Kommiliton:innen zusammensaß. Das hat Diskussionen für sie spürbar verändert: Wenn viele Perspektiven aufeinandertreffen, werden Themen komplexer, manchmal auch widersprüchlicher und genau dadurch interessanter.
Hinzu kommt aus ihrer Sicht, dass viele Inhalte automatisch über nationale Grenzen hinausgehen. Themen in den Kursen sind häufig global ausgerichtet und man beschäftigt sich dadurch fast selbstverständlich mit unterschiedlichen Ländern und Kontexten. Dies habe bei ihr auch den Wunsch verstärkt, selbst ins Ausland zu gehen.
Dass das nicht nur ein akademisches Setting ist, merkt sie vor allem an der Community vor Ort. Viele Studierende kommen aus dem Ausland. Dadurch ist es normal, im Gespräch mehrere Sprachen zu hören und zu nutzen. Mehrsprachigkeit ist keine Ausnahme, sondern Alltag: mal Deutsch, mal Englisch, mal Polnisch, mal andere Sprachen und das oft auch innerhalb eines einzigen Tages.
Internationalität zeigt sich für sie außerdem in den vielen Begegnungsformaten: sowohl in der Uni – in der Form von Veranstaltungen, Austauschformaten und Programmen – als auch im Privaten, da in ihrem Freundeskreis mehrere Nationalitäten vertreten sind. Genau dieses Umfeld hat sie auch ideal auf ein Auslandssemester vorbereitet.
Individuell studieren: Persönlich statt anonym
Für Nadiia war der Kontakt zu den Dozierenden nicht „nice to have“, sondern ein ausschlaggebender Grund, an der Viadrina zu bleiben. Sie beschreibt, dass sie sich durch die Lehrenden oft so motiviert gefühlt habe, dass sie mehr machen wollte als gefordert: Fragen stellen, diskutieren, weiterdenken, weil die Kurse spannend waren und ihre Entwicklung aktiv unterstützt wurde.
Wie „persönlich statt anonym“ konkret aussehen kann, macht sie an einem Beispiel der individuellen Förderung fest: Nach einem Museumsbesuch interessierte sie sich für ein sehr spezifisches Thema und war unsicher, ob sie es überhaupt weiterverfolgen kann. In den Semesterferien schrieb sie ihrer Dozentin spontan eine E‑Mail. Sie bekam schnell Feedback, das Thema auszubauen, und sogar den Hinweis, es später als Grundlage für die Bachelorarbeit zu nutzen.
Eine wichtige Rolle spielen aus ihrer Sicht kleinere Lerngruppen. Man kommt schneller ins Gespräch, traue sich eher, Fragen zu stellen, und kann eigene Gedanken leichter einbringen. Das hilft wiederum, Themen wirklich zu durchdringen.
Für ihre wissenschaftliche Arbeit ist persönliche Betreuung für Nadiia besonders relevant: Ideen direkt mit Dozierenden besprechen zu können und Feedback zu bekommen, mache einen spürbaren Unterschied. Insgesamt empfindet sie das Studium dadurch als persönlicher und zugleich als effektiver.
Engagierte Gemeinschaft, von der man schnell Teil wird
Beim Thema „Ankommen“ betont Nadiia, dass ihr die Einführungsveranstaltungen zu Beginn ihres Studiums geholfen haben: organisierte Events, bei denen man schnell andere Studierende kennenlernt. Sie sagt aber auch offen, dass es für sie trotzdem herausfordernd war. Sie war anfangs eher zurückhaltend, nervös und durch ihre persönliche Situation gestresst. Gleichzeitig konnte sie selbst in dieser Phase Freundschaften schließen. Insgesamt ist es schneller gegangen, als sie erwartet hatte, weil Menschen offen waren und man über Events und Seminare leicht ins Gespräch kam.
Ab dem zweiten Semester kam bei ihr dann ein klarer Wunsch auf, sich aktiv einzubringen. Sie fand in kurzer Zeit eine Community und machte viele gute Erfahrungen. Konkret wurde dieses Engagement für sie über das International Office: Zunächst arbeitete sie dort als Praktikantin, später als Studentische Hilfskraft. Die Arbeit half ihr weiter dabei, an der Viadrina Anschluss zu finden.
Aus ersten Kontakten entstand früh eine Freundesgruppe, die sich mit der Zeit zu engeren, langfristigen Freundschaften entwickelte. Ihr Fazit ist differenziert: Es war nicht „sofort einfach“, aber durch Offenheit im Umfeld und Unterstützung der Universität wurde es spürbar leichter, Teil der Gemeinschaft an der Viadrina zu werden und sie fühlte sich zunehmend zuhause.
Gesellschaft im Fokus: Schon im Studium praxisnah gesellschaftsrelevante Projekte in Europa und der Welt angehen
Wenn Nadiia über „Praxisbezug“ spricht, meint sie nicht nur Praktika oder einzelne Projekte am Rand, sondern vor allem das, was in ihren Seminaren passiert. Den Praxisbezug erlebte sie sehr konkret, je nach Schwerpunkt auf unterschiedliche Weise. In Geschichte blieb es zum Beispiel nicht beim Lesen von Texten: Museumsbesuche und Einblicke in Archive machten greifbar, wie historische Quellen funktionieren und wie Wissen entsteht.
Praktisch findet sie auch, dass sie Kurse über das eigene Fach hinaus belegen konnte. Sie nennt Marketing und beschreibt, dass sie dadurch Einblicke ins Kulturmarketing bekam. Dazu kommt eigene Arbeitserfahrung: Sie war im Social‑Media‑Bereich an der Viadrina tätig, was für sie zusätzliche Praxisnähe gebracht hat. Ein wichtiger Schritt war für sie außerdem ein Praktikum in Kanada in einem Museum im Marketingbereich, bei dem sie Inhalte aus dem Studium anwenden konnte.
Dass Praxis auch strukturell vorkommt, begründet Nadiia anhand von Praxis-Modulen, Unternehmensbesuchen, Workshops und internationale Seminare im Ausland, an denen sie oder Kommiliton:innen teilnehmen konnten. Zudem unterstützt das Career Center dabei, Praktika zu finden und erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.
Campus & Stadtleben: Frankfurt (Oder)–Słubice als Studienort
Frankfurt (Oder) und Słubice bilden einen grenzüberschreitenden Bildungsstandort. Rund 4.000 junge Menschen aus über 100 Ländern studieren an der Europa-Universität Viadrina. Dazu kommt der Standortvorteil für alle, die zwischendurch das Metropolen-Leben brauchen: Berlin ist in nur einer Zugstunde erreichbar.
Zwei Städte, ein Alltag
Die deutsch-polnische Doppelstadt ist offen für Mitgestaltung und neue Ideen. Die Viadrina bietet zahlreiche Initiativen und Projekte, um die Universität und das Stadtleben mitzugestalten. Außerdem gibt es ein weitreichendes Sportangebot des universitätseigenen Sportclubs. Auch studentische Initiativen und Gremien sind ein fester Teil des Campuslebens. Genug Ausgehmöglichkeiten gibt es übrigens auf beiden Seiten der Stadtbrücke.
Orientierung: So findest du dich schnell zurecht
Wenn du vor dem Studienstart oder in den ersten Tagen planst, hilft ein Blick auf die Campus-Infos: Es gibt Lagepläne, Galerien zu Unigebäuden, 360-Grad-Ansichten, Öffnungszeiten und Hinweise zum öffentlichen Nahverkehr.
Wohnen: Wohnheim, WG – auch grenzüberschreitend
An der Viadrina bietet sich dir die Möglichkeit, entweder in Deutschland oder in Polen zu leben, denn Wohnheime gibt es auf beiden Seiten der Grenze. In ihnen gibt es von Ein- bis Fünf-Raum-Appartements verschiedenste Wohnkonstellationen.
Verpflegung – wenn der Hunger ruft
Für den Alltag ist wichtig, dass Verpflegung nicht nur an einem Ort stattfindet:
Es gibt ein Mittagsangebot in der Mensa mit freier Komponentenwahl. Zusätzlich sind Cafeterien und Bistros sowie eine Mensa im Collegium Polonicum Teil des Angebots.
Wer Abwechslung sucht, findet rund um Oderturm und Brunnenplatz verschiedene Imbissmöglichkeiten.
International & praxisnah: So baust du dein Viadrina‑Netzwerk auf
Internationalität im Alltag
Internationalität ist an der Viadrina Alltag. Was das im Studienleben bedeuten kann, zeigt sich an mehreren Stellen:
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Begegnung & Austausch: Internationale Kooperationen und Programme sind so angelegt, dass Austausch nicht „on top“ läuft, sondern regelmäßig stattfindet (etwa über Mobilitätsprogramme, die u. a. von EU, DAAD und Deutsch-Französischer Hochschule gefördert werden).
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Internationale Formate vor Ort: regelmäßige Programme, die internationale Perspektiven auf den Campus holen.
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Grenzüberschreitende Infrastruktur: Mit dem Collegium Polonicum betreiben Viadrina und die Adam-Mickiewicz-Universität Poznań gemeinsam eine grenzüberschreitende deutsch-polnische Einrichtung (dort sind u. a. gemeinsam betriebene internationale Studiengänge, Forschungsprojekte und die European New School of Digital Studies angesiedelt).
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Internationale Netzwerke: Die Viadrina ist in internationalen Netzwerken aktiv, u. a. im International Network of Universities (INU), in der European University Association, im Scholars at Risk-Netzwerk, in der Magna Charta Universitatum, in der International Association of Universities sowie in der European Reform University Alliance (ERUA).
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Partnerhochschulen: Die Viadrina verfügt über ein Netzwerk von mehr als 290 Partnerhochschulen, wo Auslandssemester und in manchen Studiengängen auch Double-Degree-Programme möglich sind. Das bedeutet: ein Studium und gleich zwei Abschlüsse an einer weiteren internationalen Universität.
Praxis, Projekte und Karriere
Praxisbezug ist an der Viadrina kein Extra, sondern in vielen Wegen mitgedacht – vom dualen Studium über Exkursionen bis zu Praktika im In- und Ausland:
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Duales Studium mit Praxispartnern: In den wirtschaftswissenschaftlichen Angeboten gibt es zwei duale Bachelorstudiengänge mit Praxispartnern in der regionalen Wirtschaft (Berlin/Brandenburg): Business Taxation (B.Sc.) und Wirtschaftsprüfung (B.Sc.).
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Exkursionen & Lernen „vor Ort“: Zum Studium (z. B. Recht und Politik B.A. oder European Studies M.A.) gehören Exkursionen – etwa zum Bundestag oder zu EU‑Institutionen in Brüssel – zu Formaten, die Inhalte mit realen Institutionen und Berufsfeldern verbinden.
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Praktikum – organisiert, gesucht, anerkannt: Das Career Center bündelt zentrale Infos rund ums Praktikum und unterstützt bei Planung und Umsetzung; außerdem werden Praktika und Werkstudierendentätigkeiten in vielen Studiengängen über das Career Center im Auftrag der Prüfungsausschüsse anerkannt.
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viAPACS-Zertifikat (Applied Peace & Conflict Studies): Wer internationale Praxiserfahrung mit thematischem Profil verbinden will, kann das viAPACS‑Zertifikat nutzen – inklusive Praktika weltweit (z. B. Belfast oder Belgrad).
Bewerbung, Einschreibung, Studienstart: dein Fahrplan
Schritt-für-Schritt-Fahrplan
- Bewerbung: Starte in viaCampus (zentraler Campusmanagement-Zugang) und prüfe zusätzlich die studiengangsspezifischen Hinweise, weil einzelne Verfahren abweichen können.
- Zulassung: Wenn etwas unklar ist oder du den Prozess einordnen willst: Das Zulassungsamt (zulassungs@europa-uni.de) berät zum Bewerbungs- und Einschreibprozess und nennt dir den weiteren Ablauf.
- Einschreibung: Du registrierst dich online in viaCampus, lädst die erforderlichen Dokumente hoch und bekommst nach Abschluss eine PDF mit wichtigen Infos (z. B. Account-Daten).
- Vorbereitung: Nach erfolgreicher Einschreibung bekommst du eine Begrüßungsmail mit allen wichtigen Informationen zum Studienstart; in der Einführungswoche bekommst du Orientierung, Infos zu Systemen und zum Studienstart.
Zusammenfassung & Info
Hier bekommst du noch einmal alle wichtigsten Infos zusammengefasst:
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Studieren zwischen zwei Ländern: In Frankfurt (Oder) und Słubice wird Europa im Alltag erlebbar – mit kurzen Wegen über die Grenze.
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Gesamteuropäische Perspektive: Internationale Diskussionen, viele Sprachen und unterschiedliche Blickwinkel prägen den Uni-Alltag.
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Individuell statt anonym: Kleine Lerngruppen und nahbare Dozierende ermöglichen persönliche Betreuung und individuelle Förderung.
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Internationales Netzwerk ab Tag 1: Internationalität beginnt in den Seminaren und Kontakten auf dem Campus – nicht erst im Auslandssemester.
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Engagierte Gemeinschaft: Dank Welcome Days, Events von Studierenden für Studierende, Uni-Jobs, verschiedene studentische Initiativen und die Arbeit in studentischen Gremien der Hochschulpolitik findest du schnell Anschluss und gestaltest dein Studium, die Universität und Doppelstadt mit.
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Praxisnah studieren: Duale Studienangebote, Praxis-Module, Workshops, konkrete Projekte mit Praxispartnern und in der Forschung, Unternehmensbesuche und Praktika (unterstützt durch das Career Center) verbinden Studium und Beruf.
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Campus- & Stadtleben: Wohnen, Essen, Sport und Ausgehen funktionieren grenzüberschreitend – plus Berlin ist in etwa einer Stunde erreichbar.
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Studienstart mit Plan: Bewerbung und Einschreibung laufen Schritt für Schritt über viaCampus, stets persönlich begleitet von Beratung und Einführungsangeboten.
Weiter informieren kannst du dich auch direkt hier bei der Viadrina!