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Fach

Geschichte studieren

Das Studium der Geschichte beschäftigt sich aus dem Blickwinkel von heute mit der Vergangenheit.
207 Studiengänge
66 Hochschulen

Ein Text von Gabriele Meister. Mitarbeit: Nina Roßmann – ZEIT Studienführer 2022/23

Darum geht es

Antike, Mittelalter, frühe Neuzeit, neuere und neueste Geschichte, diese vier großen Epochen sind Gegenstand der Geschichtswissenschaft. Epochenüberschreitend befassen sich Historikerinnen und Historiker auch mit der Globalgeschichte, bestimmten Regionen oder gesellschaftlichen Phänomenen wie der Rolle der Frau im Lauf der Zeit. 

Wenn du Geschichte studierst, untersuchst du historische Entwicklungen: Was beförderte die Reformation? Wie kam es dazu, dass im Mittelalter Hunderttausende freiwillig zu den Kreuzzügen aufbrachen? Du lernst, wie Kulturräume entstanden sind, und analysierst Zusammenhänge, etwa zwischen Kolonialismus und Globalisierung. 

»Man befasst sich mit den Verhaltensweisen der Menschen in der Vergangenheit, ihren Beweggründen und den Umständen, die sie beeinflusst haben. Dieses Wissen regt auch dazu an, sich selbst und die Gegenwart zu hinterfragen«, sagt Lutz Raphael, Vorsitzender des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands. 

Eine Grundfertigkeit ist der kritische Umgang mit Quellen, von antiken Inschriften über mittelalterliche Reiseberichte und Ministerialakten bis hin zu Tweets. Bauwerke und Bilder können ebenfalls aufschlussreich sein.  

Du lernst immer wieder zu hinterfragen, ob sich bestimmte Annahmen über die Vergangenheit anhand von Quellen belegen lassen und ob das Bild, das man sich von einer bestimmten Zeit macht, überhaupt korrekt ist. »Studierende sind oft überrascht, wenn sie lernen, dass Frauen in der frühen Neuzeit sich auch handgreiflich mit ihren Ehemännern auseinandersetzten«, sagt Raphael, »erst in jüngerer Zeit wird von Frauen erwartet, Gewalt still zu erdulden.« 

Typische Fragestellungen im Geschichte-Studium

  • Welche Grundlagen für moderne Staaten wurden schon in der Antike gelegt? 
  • Welchen Einfluss hat das Klima auf historische Entwicklungen? 
  • Und wie beeinflussen historische Entwicklungen den Klimawandel? 
  • Wie hat sich der gesellschaftliche Umgang mit Epidemien verändert? 
  • Woran erkennt man vertrauenswürdige Quellen?
  • Wie sahen Universitäten vor 500 Jahren aus?
  • Wie kam es zum Aufstieg Roms?
  • Was hat zur Industrialisierung geführt? 
  • Wodurch wurden die großen Migrationen in der Weltgeschichte ausgelöst, und wie haben sie Europa verändert? 

So läuft das Studium ab

Studierende erhalten einen Einblick in alle Epochen. »Typischerweise belegt man eine Übersichtsvorlesung zu einer Epoche und wählt dazu passende Seminare und Übungen«, sagt Raphael. Themen wie die Antike sind Pflicht, aber ob man sich zum Beispiel stärker mit Kleopatra oder mit Sparta beschäftigt, entscheidet man meist selbst. Außerdem geht man auf Exkursionen, etwa zu antiken Stätten wie der Akropolis in Athen, und belegt Seminare, in denen man das historische Handwerkszeug lernt. Dazu gehört, wie man in der Bibliothek die richtigen Bücher findet oder wie man alte Handschriften und deren Sinn entziffert. 

Wichtig: Für viele klassische Arbeitsbereiche wie Museen oder Archive braucht man nicht nur einen Master, sondern auch eine Promotion. 

Hier sind passende Geschichts-Studiengänge

Wo kann ich Geschichte studieren?

Alle Geschichte-Städte in der Übersicht

Geschichte passt zu dir, wenn …

... du bereit bist, gründlich zu recherchieren. Wer Geschichte studiert, verbringt viel Zeit mit Quellen und Fachliteratur in Bibliotheken. »Man sollte Freude daran haben, komplizierte Texte zu knacken«, sagt Raphael. Für diese Arbeit sind Sprachkenntnisse wichtig, zum Beispiel in Latein, für jüngere Quellen auch in Englisch, Französisch oder einer weiteren modernen Fremdsprache. 

Studierende lernen, dass es nicht zuerst darum geht, ein Urteil über ein Ereignis oder eine Person zu fällen, sondern darum, Menschen in einer bestimmten Situation zu verstehen und die Zusammenhänge zu beschreiben, die zu einer Entwicklung geführt haben. »Dazu braucht man den Mut, sich auch mit fremden, verstörenden oder gewalttätigen Handlungsweisen auseinanderzusetzen«, sagt Raphael.  

Die meisten Geschichtsstudiengänge haben keinen NC. Teilweise sind Sprachkenntnisse vorgeschrieben, die man aber auch im Laufe des Studiums erwerben kann.  

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