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Fach

Romanistik studieren

In der Romanistik werden Sprachen erforscht, die aus dem Lateinischen entstanden sind.
112 Studiengänge
38 Hochschulen

Ein Text von Gabriele Meister – ZEIT Studienführer 2023/24

Darum geht es

Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch oder doch lieber Rumänisch oder Katalanisch? Die Romanistik befasst sich mit Sprachen und Kulturen sehr unterschiedlicher Länder und Regionen. Ebenso vielfältig sind die Studiengänge: Je nach Universität kannst du eine oder mehrere Sprachen studieren, einen breiten Überblick bekommen oder dich spezialisieren. Immer geht es dabei jedoch um Sprachen lateinischen Ursprungs.

Im Studium lernst du, wie sich die Sprachen, Literaturen und Kulturen romanischsprachiger Länder im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Das ist viel mehr als nur ein Sprachkurs. „Man lernt, sich in andere Kulturen hineinzudenken“, sagt Carolin Patzelt, Professorin an der Uni Bremen und Präsidentin des Deutschen Romanistenverbands. Dabei kann es auch um aktuelle politische Entwicklungen gehen. Derzeit untersuche man beispielsweise die rhetorischen Strategien von Rechtspopulistinnen und -populisten in Italien und Frankreich, so Patzelt.

Hier sind passende Romanistik-Studiengänge und Hochschulen

Das sagen Studierende über Romanistik

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Die befragten Studierenden beschreiben das Romanistikstudium als ein Fach mit kleinen Kursen und Seminaren, in denen eine persönliche, angenehme Atmosphäre entsteht. Mehrere heben hervor, dass die Sprachpraxiskurse die eigenen Fremdsprachenkenntnisse deutlich voranbringen – ergänzt durch das Lesen wissenschaftlicher Texte in der Zielsprache. Positiv erwähnt werden außerdem die Tutorien in den Anfangssemestern, die gut ins wissenschaftliche Arbeiten einführen, sowie die Möglichkeit, sich im Verlauf des Bachelors thematisch zu spezialisieren.

Als Herausforderung nennen einige den regelmäßigen Arbeitsaufwand durch Hausaufgaben und das Verfassen von Hausarbeiten. Ein einjähriger Auslandsaufenthalt ist fest im Studium verankert – laut einer Stimme ein reizvoller Aspekt. Wer das Fach studieren möchte, sollte wissenschaftliche Lektüre nicht scheuen und Freude am Sprachenlernen mitbringen.
"Vorkenntnisse in mindestens 1 romanischen Sprache sind hilfreich."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"Mein Tipp ist es Romanistik als Zwei Fach Bachelor zu studieren, z.B. in Kombination mit einer anderen Geisteswissenschaft um später breitere Kompetenzen zu haben."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"In meinem Studium vertieft man seine Studiumssprache, sowie allgemeinere Themen zur Romanistik, wie z. B. LAndeskunde, Sprachwissenschaft und Literatur. Die Prüfungen sind entweder Klausuren, Hausarbeiten, rEFERATE ODER mÜNDLICHE pRÜFUNGEN"
Studierende/r im 3. Semester – 2025
Quelle: HeyStudium-Anschlussfragebogen der CHE-Studierendenbefragung

Typische Fragestellungen im Romanistik-Studium

  • Wie setzt sich die lateinamerikanische Gegenwartsliteratur mit indigenen Sprachen und Kulturen auseinander?
  • Wie lassen sich Dialekte übersetzen?
  • Wie funktioniert Spracherwerb bei bilingualen Kindern?
  • Wie trägt der digitale Raum dazu bei, Minderheitensprachen wie Kreol wiederzubeleben?
  • Wie viel politische Kritik steckt in Jean de la Fontaines Fabeln?
  • Wie erzählt autobiografische Literatur, etwa von Annie Ernaux und Edouard Louis, von Klassismus und sozialem Aufstieg?

So läuft das Studium ab

Das Romanistikstudium basiert auf den Hauptdisziplinen Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft und Sprachpraxis. Du beschäftigst dich mit literarischen Texten, Theaterstücken, Filmen und Graphic Novels und untersuchst beispielsweise, warum bestimmte Regionalsprachen in Spanien oder Frankreich gefördert werden. Neben dem traditionellen Fokus auf Europa und Amerika bieten einige Unis mittlerweile auch Kurse zur Literatur und den Sprachvarietäten afrikanischer Länder an.

Auch die Frage, wie verschiedene Sprachen und Kulturen zusammenhängen und sich miteinander vermischen, wird dich im Studium begleiten. Zum Beispiel, wenn du Migrationsliteratur liest oder untersuchst, wie Migration und Sprachwandel zusammenhängen, etwa in den USA, wo sich durch spanisch-englische Sprachkontakte ganz neue Sprachformen herausbilden.

„Das sind komplexe Dynamiken, auf die die Studierenden sich da einlassen müssen“, sagt Carolin Patzelt. „Sie lernen, Situationen zu erfassen, die keinen fixen Schemata folgen. Das ist eine ganz wichtige Kompetenz.“ Ein Auslandssemester sollte zum Studium dazugehören.

Alle Romanistik-Städte in der Übersicht

Wo kann ich Romanistik studieren?

Das bietet dir ein Studium im Fach Romanistik noch

Entdecke spannende Einsichten zu den Themen Zukunftskompetenzen und Lern- und Lehrformate von Professor:innen des Fachs Romanistik.
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Quelle: Professor:innen-Befragung im Rahmen des CHE-Rankings 2025.

Romanistik passt zu dir, wenn …

... du offen bist für andere Kulturen und neugierig darauf, wie man Sprachen und Literaturen mit wissenschaftlichen Methoden erforscht. „Durch das Studium bekommt man eine neue Perspektive auf Sprache und Kultur«, sagt Patzelt. „Man lernt, wie Sprache funktioniert, und versteht zum Beispiel, warum jeder Mensch eine individuelle Aussprache hat oder wie die Einwanderung aus den Maghreb-Staaten die französische Sprache und Kultur geprägt hat.“

Voraussetzung ist, dass man gern und viel liest. Zum Pensum gehören Romane ebenso wie wissenschaftliche Fachtexte. Außerdem solltest du bereit sein, dich auch außerhalb der Uni mit deinen Fremdsprachen zu beschäftigen – zum Beispiel in Form von Tandemtreffen oder fremdsprachigen Kinoabenden. Bei Französisch, Italienisch und Spanisch wird teilweise erwartet, dass man die Sprache schon bei Studienbeginn gut spricht. Oft gibt es dafür einen Sprachtest zur Einstufung. Kleinere romanische Sprachen wie Rumänisch kann man in der Regel ohne Vorkenntnisse studieren.

„Es hat viele Vorteile, mehr als eine romanische Sprache zu studieren. So versteht man die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Sprachen und Kulturen besser“, sagt Patzelt.

Von Professor:innen empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten

  • Kommunikationsfähigkeit / Sprachkompetenz / Ausdrucksfähigkeit

  • Argumentations-/Diskussionsfähigkeit

  • Lese- und Schreibkompetenz / Textverständnis / Freude am Lesen

  • Reflexions- und Kritikfähigkeit / kritisches Denken

  • Selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium

  • Auslandserfahrung/ Bereitschaft für Reisen und Auslandsaufenthalte

  • Fremdsprachenkenntnisse in der/n Sprache(n), die studiert werden sollen

  • Interesse an Sprache

  • Interesse an Literatur

  • Interesse an internationalen Themen / Internationale, interkulturelle Aufgeschlossenheit

  • Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten

  • Interesse an der Auseinandersetzung mit Theorien

Quelle: Professor(inn)enbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2025/26, n=80

Gibt es einen NC?

Romanistik ist meist zulassungsfrei, an den meisten Unis gibt es also keinen NC. Je nach Uni brauchst du für manche Kurse Lateinkenntnisse, die du aber auch während des Studiums erwerben kannst.

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Abschluss

Studienform

Alle Studierendenstimmen über Romanistik

"Vorkenntnisse in mindestens 1 romanischen Sprache sind hilfreich."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"Mein Tipp ist es Romanistik als Zwei Fach Bachelor zu studieren, z.B. in Kombination mit einer anderen Geisteswissenschaft um später breitere Kompetenzen zu haben."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"In meinem Studium vertieft man seine Studiumssprache, sowie allgemeinere Themen zur Romanistik, wie z. B. LAndeskunde, Sprachwissenschaft und Literatur. Die Prüfungen sind entweder Klausuren, Hausarbeiten, rEFERATE ODER mÜNDLICHE pRÜFUNGEN"
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"Im Studium der Romanistik verbringen wir inhaltlich sehr viel Zeit mit veralteten Themen, da die Dozierenden oftmals ein großes persönliches Interesse haben. Dabei bleibt der Bezug zu aktuellen Themen sowie vor allem der Bezug zur Fachdidaktik komplett auf der Strecke."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"In meinem Studium verbringen wir viel Zeit mit dem Lesen von Pflichtlektüren und wissenschaftliche Texten."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"Im Studium wird grundsätzlich auf Spanisch gesprochen, aber die eigentliche Vermittlung von Sprachkenntnissen kommt zu kurz. Es herrscht ein sehr gemeinschaftliches Klima, sowohl unter den Studierenden, als auch zwischen Studierenden und Professoren."
Studierende/r im 6. Semester – 2025
"Wer Literatur, Kultur, Medien studieren möchte sollte auf jeden Fall gerne viel Lesen (circa 30-90 Seiten jede Woche) und Interesse an der Arbeit mit verschiedenen Medien haben."
Studierende/r im 5. Semester – 2025
"Wenn du Lesen liebst und an Literaturwissenschaft Interesse hast, dann ist das der richtig Studiengang für dich."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"Man braucht keine Angst zu haben, wenn man noch keine Vorkenntnisse hat! Das Studium ist so aufgebaut, dass man alles schafft. Außerdem lernt man eben nicht nur die Sprache, sondern auch viel über die Literatur- und Medienlandschaft Italiens."
Studierende/r im 5. Semester – 2025
"Wer Romanistik studieren möchte, sollte auf jeden Fall schon gute Vorkenntnisse in der gewählten Sprache haben"
Studierende/r im 7. Semester – 2025
"Die Beziehung zu den Dozierenden, besonders in den Sprachkursen, ist sehr persönlich. Man belegt außerdem kaum Vorlesungen, sondern hauptsächlich Seminare, wobei man von den Dozierenden auch oft als gleichwertig angesehen wird, was zB Diskussionen angeht."
Studierende/r im 9. Semester – 2025
"Üblicherweise sind die Seminare und Vorlesungen in kleinen Gruppen, was eine sehr persönliche und individuell Betreuung ermöglicht"
Studierende/r im 7. Semester – 2025
"Mein Tipp ist, sich daran zu gewöhnen, viel zu lesen. Besonders in der Literaturwissenschaft muss man viele Werke lesen, aber auch in der Sprachwissenschaft muss man jede Woche Theorietexte vorbereiten."
Studierende/r im 9. Semester – 2025
"Wer Ibero-Romanistik studieren möchte, sollte sich auf jeden Fall sehr sicher mit seinen Spanischkenntnissen sein. Du wirst sie während dem Studium nur sehr gering verbessern (außer du steckst eigenständig viel Arbeit rein)"
Studierende/r im 6. Semester – 2025
"Im Fach Italienischstudien Interdisziplinär (BA) verbringt man erstmal sehr viel Zeit damit die Sprache zu lernen, falls man noch keine Vorkenntnisse hat. Das macht aber Spaß und es gibt immer wieder Angebote wie italienische Filmabende oder Workshops, die das Ganze auflockern. Die Veranstaltungen sind interessant und abwechslungsreich und es gibt unterschiedliche Prüfungformen (am meisten allerdings Klausuren)."
Studierende/r im 5. Semester – 2025
"Wenn Du Französisch studieren möchtest, sollest Du Dir bewusst sein, dass die Inhalte wenig mit dem zu tun haben, was man in der Schule lernt, sondern man sich viel mit der alten französischen Kultur auseinandersetzt (z.B. Gedichte aus dem 17. Jh. zu analysieren). Viele der Seminare sind auch deutschsprachig."
Studierende/r im 3. Semester – 2025
"In meinem Studium wird viel Textarbeit gemacht. Aufgrund der relativ kleinen Seminargruppen herrscht ein enges Betreuungsverhältnis zwischen Dozierenden und StudentInnen. Am meisten Zeit verbringe ich damit, Texte zu lesen und vorzubereiten für die Seminare. Der Arbeitsaufwand ist dabei machbar, die Prüfungen sind nicht zu schwer, wenn man sich darauf vorbereitet hat."
Studierende/r im 5. Semester – 2025
Quelle: HeyStudium-Anschlussfragebogen der CHE-Studierendenbefragung
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