Wirtschaftsinformatik studieren
Darum geht es im Wirtschaftsinformatik-Studium
„Fast alles, was Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatiker entwickeln, führt dazu, dass sich in Unternehmen etwas verändert oder neu gestaltet wird.”
Hier sind passende Wirtschaftsinformatik-Studiengänge und Hochschulen
Das sagen Studierende über Wirtschaftsinformatik
Typische Fragestellungen von Wirtschaftsinformatiker:innen
- Welche Software passt zu welchem Unternehmen?
- Wie geht man ethisch verantwortungsvoll mit Daten um?
- Wie gestaltet man IT-Lösungen so, dass Menschen sie gerne nutzen?
- Wie erreicht man, dass jeder im Betrieb über die für ihn relevanten Daten verfügt?
- Wie hilft IT bei Herausforderungen wie Lieferengpässen, Energieknappheit oder Klimakrise?
- Wie macht man Teamwork unabhängiger von Ort und Zeit?
- Welchen Einfluss haben Produktbewertungen im Netz auf Kaufentscheidungen?
- Wo kann ein Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen?
Voraussetzungen für ein Wirtschaftsinformatik-Studium
Was braucht man, um Betriebsinformatik zu studieren?
Wenn du Wirtschaftsinformatik studieren möchtest, solltest du ein Interesse und Grundverständnis für Informatik und Betriebswirtschaft haben. Darüber hinaus helfen dir gute Kenntnisse in Mathematik, insbesondere bei Statistik, Algorithmen und Datenanalyse, sowie Englisch, um Fachtexte und Programmiersprachen zu verstehen.
Wie hoch ist der NC für Wirtschaftsinformatik?
An rund einem Drittel der Hochschulen liegt der Numerus Clausus für Wirtschaftsinformatik zwischen 1,5 und 2,5. Zum Teil gibt es außerdem noch Auswahlverfahren und Interviews.
Doch die Chance, auch ohne den genannten Abi-Notendurchschnitt angenommen zu werden, ist hoch. Denn viele angehende Studierende bewerben sich parallel für Wirtschaftsinformatik, BWL und Informatik. So bleiben nach dem Auswahlverfahren einige Studienplätze unbesetzt und du kannst mit etwas Glück im Nachrückverfahren zugelassen werden.
Wirtschaftsinformatik ohne Abi oder mit Fachabi studieren
Du hast keine allgemeine Hochschulreife? Oder möchtest mit Fachabitur Wirtschaftsinformatik studieren? Kein Problem, das sind deine Möglichkeiten:
- Berufliche Qualifikation bzw. Erfahrung: An vielen Fachhochschulen sowie an einigen Universitäten kannst du auch ohne Abitur zugelassen werden, wenn du eine fachnahe Qualifikation und ggf. Berufserfahrung vorweisen kannst.
- Studieren mit Fachabi: Deine Fachhochschulreife ermöglicht es dir, an Fachhochschulen beziehungsweise an HAWs Wirtschaftsinformatik zu studieren. Aber auch einige Universitäten vergeben Studienplätze an Bewerber:innen mit FH-Reife.
- Abgeschlossene Berufsausbildung: Du hast zwar kein Abi, aber eine Ausbildung in einem verwandten Bereich und warst mindestens drei Jahre berufstätig? Auch dann kannst du an einer FH Wirtschaftsinformatik studieren.
Alle Wirtschaftsinformatik-Städte in der Übersicht
Das bietet dir ein Studium im Fach Wirtschaftsinformatik noch
Wirtschaftsinformatik passt zu dir, wenn...
… du technisch affin bist, dich für Themen rund um IT und Digitalisierung interessierst und Spaß daran hast, die Bereiche BWL und Technik zusammenzubringen. Du möchtest dich über unterschiedliche IT-Systeme informieren, Entscheider:innen von passenden Lösungen überzeugen und Menschen mit unterschiedlichem IT-Vorwissen bei der Implementierung neuer Programme unterstützen? Dann ist Wirtschaftsinformatik die richtige Studienfachwahl für dich!
Wirtschaftsinformatik vs. Informatik
… oder doch BWL? Wirtschaftsinformatik vereint zwei spannende Bereiche: Wirtschaft und Informationstechnik. Während beim Informatik-Studium der wirtschaftliche Bezug fehlt, wird in der Betriebswirtschaftslehre kein besonderer Fokus auf Informatik und IT gelegt.
Das Fach Wirtschaftsinformatik ist zwar spezialisierter, aber dennoch sehr vielseitig. Im späteren Berufsleben hast du mit unterschiedlichen Menschen zu tun – von der Geschäftsführung über Fachleute bis zu Anwender:innen. Gleichzeitig hast du allzeit unterschiedliche Themen wie Unternehmensprozesse, Investitionen, Zukunftstrends etc. im Blick.
Von Professor:innen empfohlene Fähigkeiten
- Abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
- Interesse an (betriebs-)wirtschaftlichen Themen
- Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
- Selbständiges, organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten
- Assoziations- und Transferfähigkeit / systemisches Denken
- Technikinteresse / technisches Grundverständnis
Von Professor:innen empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten
Berufe und Gehalt mit einem Wirtschaftsinformatik-Studium
Mit einem Bachelor oder sogar Master in Wirtschaftsinformatik bieten sich dir vielfältige Karrierechancen auf einem zukunftsträchtigen Markt. Die Digitalisierung ist einer der spannendsten und richtungsweisenden Trends unserer Zeit. Und die Nachfrage nach qualifizierten Fachleuten steigt über verschiedene Branchen hinweg. Generell ergeben sich zwei große Tätigkeitsbereiche, die eher in der Technik oder wirtschaftlich angesiedelt sind.
Beispiele für technisch ausgerichtete Berufe:
- Softwareentwicklung
- ERP-Management
- Systemprogrammierung
- Datenbankentwicklung
- SAP-Entwicklung
- IT-Systemanalytik
- App-Webentwicklung
- Business Intelligence Development
Auswahl von Jobs mit betriebswirtschaftlichem Fokus:
- IT-Beratung
- IT-Projektmanagement
- Suchmaschinenoptimierung
- Datenbankadministration
- IT-Sicherheit
- Business Intelligence Analysis
- Technische Redaktion
- Key-Account-Management
Die Gehaltsspanne hängt von der Position, Branche, Standort, Unternehmensgröße und Berufserfahrung ab. Als Berufsanfänger:in kannst du mit einem Bruttogehalt von 35.000 bis 45.000 € pro Jahr rechnen. Mit Berufserfahrung und Experten-Status kannst du über 60.000 € brutto jährlich verdienen.
Wirtschaftsinformatik studieren – Inhalte und Ablauf
In den ersten Semestern stehen BWL, VWL, Mathematik und Statistik auf dem Stundenplan. Du beschäftigst dich mit Softwaresystemen wie SAP, mit Algorithmik und damit, wie man betriebswirtschaftliche Prozesse so beschreibt, dass Rechner sie verstehen und verarbeiten können. Dafür lernst du Programmiersprachen und Datenbanktechnologien kennen. Zudem erfährst du, wie man den Einsatz einer neuen Software für ein Unternehmen plant und umsetzt.
In den höheren Semestern geht es darum, dieses Basiswissen miteinander zu verknüpfen und praktisch in größeren Projekten anzuwenden.
Achtung: Manche Hochschulen legen einen größeren Schwerpunkt auf BWL, während andere sich auf IT fokussieren. Schau dir die Studienpläne deiner Wunschunis vor Studienbeginn genau an, um herauszufinden, was besser für dich passt.
Wie lange dauert ein Wirtschaftsinformatik-Studium?
Für den Abschluss mit dem Bachelor of Science ist eine Regelstudienzeit von sechs Semestern angesetzt. Dazu kommen an manchen Hochschulen noch Praxissemester oder Betriebspraktika.
Entscheidest du dich dafür, Wirtschaftsinformatik dual zu studieren, ist dein Studium in Blöcke aus Theorie und Praxis verteilt auf sechs bis acht Semester aufgeteilt.
Was kostet ein Wirtschaftsinformatik-Studium?
Wenn du dich für ein klassisches Studium an einer Hochschule entscheidest, zahlst du jedes Semester den Semesterbeitrag. Dieser schwankt von Uni zu Uni und ändert sich auch jährlich. Eine Studiengebühr fällt jedoch nicht an.
Wenn du jedoch dual studierst, übernimmt das Unternehmen, bei dem du den Praxis-Teil absolvierst, die Kosten. Außerdem erhältst du ein Gehalt von durchschnittlich 700 € monatlich, was bis zu 1.500 € im dritten Jahr ansteigen kann.
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