Biochemie studieren
Ein Artikel von Sabine Hockling
Darum geht es
Bevor du dich für das Biochemie-Studium entscheidest, sollte dir klar sein, dass die Biochemie mehr Chemie als Biologie ist. Denn es geht im Biochemie-Studium um die chemischen Prozesse in Lebewesen. Das heißt, alles, was im Körper passiert, wird chemisch betrachtet. So beschäftigen sich Biochemiker:innen unter anderem mit dem Stoffwechsel von Organismen, wobei der menschliche Stoffwechsel hier von besonderer Bedeutung ist. Es geht darum, Stoffwechselkrankheiten besser zu verstehen sowie zu diagnostizieren und so Ansätze für deren Behandlung oder Heilung zu entwickeln.
In den ersten zwei Semestern lernst du die Basis in den Fächern Mathe, Physik und Chemie sowie die biologischen Grundlagen wie Molekularbiologie und Zellbiologie. Erst danach widmet sich das Biochemie-Studium der Biochemie, Analytik, Bioorganik, Toxikologie, Mikrobiologie sowie der Immunchemie.
Hier sind passende Biochemie-Studiengänge
Das sagen Studierende über Biochemie
Typische Fragestellungen im Biochemie-Studium
- Wie erfolgt die Umwandlung von Nahrung in Energie?
- Wie funktioniert die Zellerneuerung?
- Was versteht man unter Zellanomalien?
- Welche Ursachen haben Stoffwechselprobleme?
- Welche Stoffklassen gibt es in der Biochemie?
- Was sind Metabolite?
So läuft das Studium ab
In der Regel dauert das Bachelorstudium sechs Semester. In dieser Zeit sind Praktika und Auslandssemester möglich, die deine Studiendauer aber verlängern können. Nach dem Bachelor kannst du dein Wissen in einem Masterstudium, das weitere vier Semester dauert, mit einem Schwerpunkt vertiefen.
Alle Biochemie-Städte in der Übersicht
Biochemie passt zu dir, wenn …
… dir die Fächer Biologie, Chemie und Physik sehr liegen, du schon immer gern geforscht hast und dir analytisches Denken leichtfällt. Erforderlich sind zudem sehr gute Englischkenntnisse, denn der Großteil der Fachliteratur ist in englischer Sprache verfasst.
Von Professor:innen empfohlene Voraussetzungen und Fähigkeiten
- Abstraktes / logisches / analytisches Denkvermögen
- Assoziations- und Transferfähigkeit
- Belastbarkeit / Ausdauer / Durchhaltevermögen
- Eigeninitiative
- Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft
- Selbständiges, (selbst)organisiertes und -diszipliniertes Lernen und Arbeiten / Selbstmanagement / Bereitschaft zum Selbststudium
- Teamfähigkeit
- Offenheit / Aufgeschlossenheit / Neugierde / Innovationsfähigkeit
- Englischkenntnisse
- Interesse an Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten
- Interesse an den Naturwissenschaften
- Freude am Experimentieren
Quelle: Professor:innenbefragung im Rahmen des CHE Rankings 2024/2025.
Gibt es einen NC?
Ja und nein. Entscheidend ist, welche Hochschule du favorisierst. Während nämlich an einigen Hochschulen der NC zwischen 1,0 und 3,0 liegt, lassen andere Hochschulen alle Bewerber:innen zum Studium zu, weil es mehr Studienplätze als Bewerber:innen gibt.
Berufsaussichten nach dem Biochemie-Studium
Deine beruflichen Möglichkeiten als Biochemiker:in sind vielfältig. Du kannst in die wissenschaftliche Forschung gehen, an Hochschulen unterrichten oder für die chemische und pharmazeutische Industrie tätig sein.
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