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Fach

Psychologie studieren

Die Psychologie befasst sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen.
327 Studiengänge
129 Hochschulen

Ein Text von Florian Schumann – ZEIT Studienführer 2023/24

Darum geht es im Psychologie-Studium

Wie entstehen Vorurteile, und wie kann man sie abbauen? Wie kann man die Glaubwürdigkeit von Zeugen beurteilen? Warum glauben Menschen an Verschwörungstheorien? Mit solchen Fragen setzt sich die Psychologie auseinander, die Wissenschaft vom menschlichen Erleben und Verhalten.
Sie liegt an der Schnittstelle zwischen Natur- und Sozialwissenschaften.
Deshalb arbeitet sie mit unterschiedlichen Methoden, darunter Experimente und Feldstudien. Neben Tests, Fragebögen, Interviews und Verhaltensbeobachtungen kommen manchmal auch physiologische Methoden wie Elektroenzephalogramme (EEGs) oder die Messung von Körperwerten über Smartwatches zum Einsatz.

„Psychologie ist ein Handwerk, das uns zu vielen Erkenntnissen verhilft. Es versetzt uns allerdings nicht in die Lage, andere zu durchleuchten. Psychologie verleiht keine magischen Fähigkeiten“, betont Stefan Schulz-Hardt, Professor an der Universität Göttingen und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Das sagen Studierende über Psychologie

"Anders als sogar viele Naturwissenschaften haben wir das Fach Forschungsmethoden und lernen insgesamt sehr viel über Prinzipien, Literaturrecherche, Ethik oder Paradigmenwechsel. Diese Perspektive habe ich als sehr bereichernd empfunden."
Studierende/r im 3. Semester – 2022
"Die Vielfalt an Themen in der Psychologie ist sehr bereichernd. Für jeden ist etwas dabei - so auch später im Beruf. Die Arbeit mit Menschen und mit dem menschlichen Körper ist super interessant - kann aber auch belastend sein, weil es natürlich viel um Probleme und Störungen geht. Daher muss man gut im Studium auf sich und sein eigenes Wohlbefinden achten, gerade auch bei dem Notendruck!! Da der Mensch als Untersuchungssubjekt im Mittelpunkt steht, ist Forschung oft nicht so einfach und eindeutig, wie vielleicht in anderen Fächern. Die Statistik muss man gut verstehen und dafür viel Zeit investieren."
Studierende/r im 2. Semester – 2022
"Das Studium hilft sehr, sensibel für psychologische Themen und besonders auch psychische Erkrankungen zu werden, welche in unserer Gesellschaft als etwas schlimmes und oft unheimliches angesehen werden. Da Psychologie eine Wissenschaft ist, lernt man auch richtiges wissenschaftliches Arbeiten und damit, dass Psychologie nicht an den Haaren herbei gezogen ist, auch wenn viele Dinge schwierig zu erfassen sind (Mensch als Untersuchungssubjekt). Man lernt gutes Zeitmanagement, Prüfungsvorbereitung, Verständnis, Geduld, Gesprächsführung, Problemlösefähigkeit."
Studierende/r im 2. Semester – 2022
Quelle: HeyStudium-Anschlussfragebogen der CHE-Studierendenbefragung
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Typische Fragestellungen von Psycholog:innen

  • Wie erkennt man eine gute Studie?
  • Was sagt unser Umgang mit dem Smartphone über unsere Persönlichkeitaus?
  • Wie überwinden Geflüchtete ein Trauma?
  • Welchen Einfluss hat frühe Bildung auf Chancengleichheit?
  • Wie gestalte ich Arbeitsplätze, um die Leistungsfähigkeit hoch zu halten?
  • Wie finde ich heraus, ob ein Training wirkt?
  • Was bewirken Hormone im Körper?
  • Wie entwickeln Kinder prosoziales Verhalten? 

So läuft das Studium der Psychologie ab

Die Regelstudienzeit im Bachelor beträgt meist sechs Semester. Zu Beginn gibt es einen Überblick über die Bandbreite des Fachs: Allgemeine Psychologie steht genauso auf dem Stundenplan wie Sozialpsychologie oder die Differentielle Psychologie, die sich mit den Unterschieden zwischen Menschen beschäftigt. Weitere Gebiete sind Entwicklungspsychologie, Klinische Psychologie, Pädagogische Psychologie, Biologische Psychologie sowie die Arbeits- und Organisationspsychologie.

Im Studium lernst du auch, wie Tests entwickelt werden. Dafür braucht es methodisches Wissen: Du beschäftigst dich damit, wie man Daten erhebt und auswertet und welche Kriterien wissenschaftliche Studien erfüllen müssen. Praktika sind verpflichtend und Teil des Studiums – du kannst sie zum Beispiel in einer Klinik, einer Beratungsstelle, der Personalabteilung eines Unternehmens oder einer Forschungseinrichtung absolvieren.

Achtung: Wer später als Psychotherapeutin oder Psychotherapeut arbeiten will, muss einen Bachelor wählen, der danach für einen Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie qualifiziert. Nach dem Master folgt in diesem Fall eine staatliche Prüfung, anschließend kannst du dich weiterqualifizieren, zum Beispiel um dich auf die Therapie von Kindern und Jugendlichen zu spezialisieren. Daneben gibt es zahlreiche Masterstudiengänge mit anderen Schwerpunkten, etwa Arbeits- und Organisationspsychologie oder Pädagogische Psychologie.

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